Google hat seine Richtlinien aktualisiert

Hören statt lesen!

Google hat Ende Juli 2022 die Richtlinien der Qualitätsbewertung in der Google-Suche aktualisiert. Dabei wurden YMYL Inhalte verfeinert und Seiten mit minderwertiger Qualität sowie E-A-T berücksichtigt. Angesprochen sind vor allem die Google Richtlinien der Suchqualität. Diese tiefgreifenden Änderungen dürften die Ergebnisse der Suche beeinflussen.

Google stellt neue, klare Definitionen bereit, die festlegen, welche Inhalte als YMYL gelten, wobei der Schwerpunkt darauf liegt, inwieweit Inhalte dem Einzelnen oder der Gesellschaft Schaden zufügen können. Darüber hinaus stellte Google eine neue Tabelle mit deutlichen Beispielen zur Verfügung, die aufzeigen, welche Inhalte als YMYL gelten und welche nicht.

In der neuesten Aktualisierung der Google Richtlinien erklärte Google auch, dass für hochgradig jugendgefährdende Inhalte E-A-T vor allen anderen Faktoren entscheidend ist. Google erklärte auch, dass es möglich ist, minderwertige Inhalte auf ansonsten vertrauenswürdigen und massgeblichen Websites zu haben.

Wir nutzen Google fast täglich, um wichtige Informationen in den Bereichen Gesundheit, Beschäftigung, Finanzen, Ernährung und vieles mehr abzurufen. Sollten einige dieser Informationen nicht richtig sein, kann dies laut Google ein grosses Problem darstellen. In der Theorie klingen alle Argumente richtig, doch irgendwie wird man das Gefühl nicht los, dass damit unerwünschte kritische Stimmen aus dem Netz verschwinden sollen.

Diese Art von Inhalten bezeichnet Google als YMYL oder Your Money Or Your Life Content. Nach Angaben des Suchmaschinengiganten bedeutet dies, dass es sich um Inhalte handelt, die die Gesundheit, die finanzielle Stabilität, die Sicherheit oder das Glück der Leser beeinträchtigen könnten.

Was bedeutet YMYL-Inhalt?

Heutzutage sind YMYL-Inhalte ein wichtiger Aspekt bei der Suchmaschinenoptimierung (SEO) und beim Schreiben von Inhalten für Deine Website. Wenn es Ihr Ziel ist, in Ihrer Nische ganz oben bei Google zu landen, müssen Sie wissen, was YMYL-Inhalte sind, und Ihre Website entsprechend gestalten. Es wird also nicht verwunderlich sein, wenn zukünftig Beiträge aus der Naturheilkunde, Nahrungsergänzungsmitteln und empfindliche Finanzbereiche stetig in den Ergebnissen nach hinten rutschen.

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Alte Kategorien der YMYL-Inhalte wurden vollständig entfernt und anhand des Schadenpotenzials neu definiert. Mit einem hohen Schadensrisiko wurden die Bereiche “Gesundheit, finanzielle Stabilität oder Sicherheit von Menschen oder das Wohlergehen der Gesellschaft” neu eingestuft.

Hochwertige und niedrige Seitenqualitäten sind in der Tat wichtig zu unterscheiden. Nicht zuletzt, um sinnloses Keyword-Spamming und Texte ohne Mehrwert herauszufiltern. Hoffen wir, dass dem tatsächlich so ist und nicht etwa kritische Seiten aus dem Netz gefiltert werden. Um ehrlich zu sein, ich hadere da ein wenig mit Richtlinien und Google Updates. Das gesunde Skepsis angebracht ist, hat die Vergangenheit gezeigt. Denn da zeigten Zielstellungen und Realität von Google Updates schon klaffende Unterschiede.

Solltest Du Hilfe benötigen, um Deine Website mit YMYL-Inhalten hoch zu platzieren, ist es angebracht, einen qualifizierten SEO-Experten beauftragen, der diese Aufgabe übernimmt.

Es ist zweifelhaft, ob es gesund ist, dass ein Monopolist in Sachen Suchmaschinen definiert, was schädlich ist und was nicht. Zumal die neuesten Formulierungen so schwammig sind, dass selbst ein Text über einen Kräutertee als gefährlich eingestuft werden könnte. Zumal der letzte der vier Punkte als “Andere” bezeichnet wird. Rein hypothetisch könnte damit jedes Thema als schädlich angesehen werden und landet wo? Richtig, im Nirwana des Internets. Zwangsläufig fragt man sich, wer sind die Qualitätsbewerter von Google? Über welche Fähigkeiten verfügen sie, um solche Entscheidungen zu treffen? Erschwerend kommt hinzu, dass viele Themen vielschichtig sind und dementsprechend vielseitige Ansichten von Menschen haben.

Droht uns die komplette Bevormundung durch Google?

Wird uns Google bevormunden, indem was wir denken, worüber wir uns eine Meinung bilden? Nahezu jeder Lebensbereich hat unterschiedliche Perspektiven. Und genau aus diesem Grund wollen sich Menschen informieren – und nicht auf jeder Internetseite das Gleiche lesen. Auch wenn die aktualisierte Definition besagt, dass ein Content das Potenzial haben muss, Schaden anzurichten, steht dahinter doch ein sehr grosser Spielraum, der es ermöglicht, Webseiten die Reichweite abzuschneiden.


Das originale Google Dokument der Richtlinien-Änderung kann hier eingesehen werden. (in Englisch)